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Niedrige Beweggruende

Nach welchen Kriterien ist ein Beweggrund sittlich auf tiefster Stufe?

Im Video genannt: § 211 StGB

Zurueck: Heimtuecke als MordmerkmalWeiter: Verdeckungsabsicht und Toetungsvorsatz
RechtsgebietStrafrecht BT 1 - Nichtvermoegensdelikte
LernabschnittLerneinheit 1
Folge3
Vorschriften§ 211 StGB

Streitstand

Muss der Taeter die Niedrigkeit seines Motivs gedanklich erfassen?

herrschende Meinung Die Rechtsprechung verlangt, dass der Taeter die Umstaende kennt und seine Motive gedanklich beherrscht, also in der Lage ist, sie zu steuern. Eine Bewertung des eigenen Motivs als niedrig muss er nicht vornehmen. Das folgt aus der Trennung von Tatsachenkenntnis und rechtlicher Wertung.

Gegenansicht Eine Gegenansicht fordert, dass der Taeter die Niedrigkeit zumindest in Grundzuegen mitvollzieht, weil sonst eine Gesinnung bestraft werde, die der Taeter nicht als solche erlebt hat.

Praktisch wird der Streit: Praktisch wird das bei Taetern aus fremden Wertvorstellungen relevant, etwa bei Toetungen zur Wiederherstellung der Familienehre.

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